Schnecken – Oh wie schön

snails-382992_640Ja, ganz richtig – die Überschrift ist ein wenig sarkastisch. Denn eigentlich sind Schnecken ja nichts Schlimmes. Würden sie nicht dauernd die Blumen und alle Pflanzen im Gemüsegarten anknabbern. Versucht, sich gegen sie durch zu setzen, wurde schon vieles. So wurden sie abgesammelt, in Fallen mit Bier oder Salz gelockt, mit Schneckenkorn gemästet und sich letztlich sogar mit dem Schneckengeist in Verbindung gesetzt, damit sie dieses Grundstück verschonen.

Wie schon zu erwarten war, hat dies alles nicht den wirklich gewünschten Effekt erzielt. Doch was soll man tun, schließlich kann man ihnen nicht das Kommando übergeben.

Natürliche Feinde

Selbstverständlich haben die Schnecken, insbesondere die allseits geliebten Nacktschnecken, natürliche Feinde. Hierzu gehören die Blindschleiche, Erdkröte, der Igel, die Spitzmaus, verschiedene Käferarten sowie das Huhn und die Laufenten. Die Hühner lieben die Schneckeneier, womit kommenden Schneckengenerationen der Gar aus gemacht wird. Die Laufenten fressen lieben die ganzen Schnecken. Damit diese natürliche Abwehr funktioniert, müssen diese Tiere auch einen Platz im Garten finden, an dem sie sich „niederlassen“ können.

So ist es wichtig, Totholz, eine Trockenmauer, einen großen Laubhaufen oder Komposthaufen im Garten zu integrieren. Nur so kann ihnen die Möglichkeit gegeben werden, für mehr Gleichgewicht im Garten zu sorgen. In einem gut gemähten, vollständig geharkten und alles zum Zweckverband verbrachten Garten, haben diese heimischen Feinde der Schnecke jedoch überhaupt keine Chance zu leben. Sie brauchen die Naturbelassenheit, um sich wohl zu fühlen – egal, wie viel Futter vorhanden ist.

Der getrimmte Garten

Wer in diesem Garten auf die Schneckenjagd geht, braucht viel Geduld und einen großen Eimer. Generell können Schnecken durch ein Brett angelockt werden, dass dicht an die Gemüsebeete gelegt wird. Im Morgengrauen, bevor die Sonne warm wird, verkriechen sie sich auf der Unterseite dieses Brettes. Dort kann man sie im Laufe des Tages bequem absammeln. Wer auch Nummer sicher gehen möchte, spießt sie mit einem Besenstil, an dem ein Nagel befestigt wurde, auf.

Dann werden sie im Eimer abgestreift. Aber es heißt, sie wären sofort tot. Wer sie lebendig sammelt, muss sie im Anschluss in einem guten Abstand zum eigenen Grundstück wieder frei setzen. Wer sich die Mühe machen möchte und im Dunkeln, wenn die Schnecken sich gerade über das Gemüse hermachen, absammeln möchte, der benötigt unbedingt eine Taschenlampe. Nicht immer ist die Schnecke zu erkennen, aber ihr Schleim glitzert im Taschenlampenlicht, sodass sie abgesammelt wird bzw. ist. Denn sie kommen mit der Abenddämmerung und verschwinden pünktlich zur Morgendämmerung.