Ein abschreckendes Grundstück

In Deutschland herrschen teilweise merkwürdige Gesetze. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es kaum eine Möglichkeit gibt, seinen Garten bzw. Grundstück vor Dieben zu schützen. So ist es paragraph-1005411_640beispielsweise nicht gestattet, über Nacht einen Elektrozaun unter Strom zu nehmen, um so seine eigene Ernte zu schützen. Entsprechend ist natürlich auch Stacheldraht verboten. Käme der vermeintliche Dieb zu Fall und würde sich verletzten, so müsste man letztlich mit seiner eigenen Versicherung für diesen Schaden haften und dem Guten auch noch ein Schmerzensgeld zahlen müssen.

Dem Gesetz Genüge tun

Da dies selbstredend zu vermeiden ist, bedeutet dies aber nicht, dass man überhaupt keine Möglichkeit hat, einen Eindringling in die Flucht zu schlagen. Der Hund, besonders der scharfe Wachhund, scheidet auch aus. Abschreckend dürfte er jedoch aus dem Haus heraus oder im nächtlichen Außengehege anschlagen, aber nicht angreifen. Auch Bewegungsmelder sind eine sehr gute Idee. Sie sollten mit einem sehr hellen Baustrahler gekoppelt werden. Dies wird den Dieb auf jeden Fall aufschrecken. Schließlich will er eines unbedingt vermeiden – gesehen zu werden.

Der Bewegungsmelder lässt sich auch an akustische Signale koppeln. Jedoch sollte in beiden Fällen darauf geachtet werden, dass der Bewegungsmelder so eingestellt ist, dass er nicht bei jeder Katze oder jeder Fledermaus anspringt. Die Geräusche können sehr verschieden sein: tierisch, menschlich, Vorfahren eines Autos, seltsames Seufzen usw. . Wichtig ist, dem Dieb Unbehagen zu bereiten, in der Hoffnung, dass er unverrichteter Dinge wieder das Weite sucht.

Der aufmerksame Nachbar

Viele Gärtner haben ihre festen Zeiten, in denen die Gartenarbeit verrichtet wird. So ist es für einen Dieb einfach, die rechte Zeit abzupassen. Doch Achtung: Nachbarn sind zwar nicht immer die besten Freunde. Wenn es aber darum geht, gegenseitig auf die geliebten Gärten aufzupassen, sind sie immer im rechten Moment zur Stellen. Auch Zeitschaltuhren, die mit einem Radio oder dem Licht im Gartenhaus gekoppelt sind, können für Unruhe bei einem potenziellen Eindringling sorgen.

Während Stolperdrähte aufgrund der Verletzungsgefahr wieder ausscheiden, ist es zulässig, die Saat bzw. die Beete und Bäume vor tierischen Eindringlingen zu schützen. Dies kann selbstverständlich so gestaltet werden, dass auch ein Mensch keine Freude daran hätte. Ordnung ist nur die eine Hälfte des Lebens. Die andere kann in diesem Fall Wunder wirken.

Wenn beispielsweise die Schubkarre mitten im Garten stehen bleibt, oder das eine oder andere Gartengerät herumliegt oder –steht, kann dies zwar auch eine Stolperfalle werden. Da dies aber natürlich nicht absichtlich passiert – wer kann schon ahnen, dass im Dunkeln noch einmal jemand in den Garten geht? – hätte sich der Dieb doch einfach besser einen anderen Garten ausgesucht.